Umgang mit Tod

Gott möchte, dass du lebst!

von Karin am 14.06.20

Mein Umgang mit dem Tod

Für viele ist es unbegreiflich, dass ich so kurz nach dem Tod meines Vaters schon wieder aktiv bin – wieder auf Seminare fahre, Seelsorgestunden gebe – ja, mein Leben einfach weiter lebe. Glaubt mir, ich bin unendlich traurig, dass mein Vater nicht mehr hier auf der Erde ist. Ich vermisse ihn und habe Stunden voller Weinen, Trauern, der Frage nach dem „Warum“, dem zornig sein auf diesen sinnlosen Tod und dem erschöpften Niedersinkens hinter mir. Aber für mich ist der Tod nicht nur Schwarz – sondern auch weiß – es ist der Neubeginn einer mega genialen Zeit im Himmel, die niemals enden wird. Dort wird es keine Schmerzen, keinen Streit, keine Hoffnungslosigkeit mehr geben. Und noch etwas: Da sind wir dann für immer vereint. Ja, wir sind jetzt jahrelang getrennt, aber irgendwann sind wir alle komplett wieder vereint!

Meine Haltung zu Suizid: Es ist eine Sünde! Man bringt sich selbst um – und es steht ganz klar in der Bibel: Du sollst nicht töten! Aber wir haben einen Gott voll Liebe, voll Erbarmen und voller Gnade. Jesus ist für alle Sünder gestorben! Und dabei macht der keine Hierarchie, welche Sünde am schlimmsten ist – nein- er ist für ALLE SÜNDER gestorben. Deswegen habe ich nicht das Recht es zu verurteilen, denn ich bin genauso ein Sünder. Damit möchte ich jetzt das Thema nicht runterspielen oder schönreden – keinesfalls! Es hinterlässt so viele Fragen, Leid und Schmerzen. Dieses Thema ist so komplex, weil einem Suizid auch immer eine Krankheit vorausgeht - Depression. Was ich weiß: Gott ist für das Leben – er möchte, dass wir leben und er allein sollte es sein, der bestimmt, wann Anfang und Ende ist. Er ist ein Gott der Gnade und der Liebe!

Wenn du diesen Text gerade gelesen hast und vielleicht eine Schwere in deinem Leben verspürst, dann möchte ich dir Mut machen – suche dir Hilfe! Du musst mit deinen Schmerzen, deinem Leid nicht alleine bleiben. Gott möchte, dass du lebst!!!

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Ein schwarzer Tag in meinem Leben

Ein stiller Abschied

von Karin am 11.06.20

Stille.........

Wenn ich dich beschreiben soll, dann genau so: Du warst ein stiller Mensch. Du mochtest den Trubel nicht, sondern suchtest lieber die Ruhe in deinem Garten. Manchmal kam dann aber doch aus dieser Stille ein Spruch, der uns zum lachen brachte oder irgendein Schabernack. Ja, auch ein Schelm steckte in dir. Aber dann tauchtest du wieder zurück in deine Stille. Du machtest alles mit dir selber aus und wolltest nicht reden. In dem Punkt waren wir so unterschiedlich.

Ich wollte unsere Schwierigkeiten klären, sie benennen, Frieden darüber finden – du wolltest schweigen. Und darüber ist unsere Beziehung gescheitert. Ich habe dieses Schweigen nicht mehr ausgehalten, es hat mich krank gemacht und wir hatten so lange keinen richtigen Kontakt. Aber wenn wir es wieder versucht haben Kontakt zu einander aufzubauen, dann tat das jedes mal gut.

Ich hätte dich so gerne noch näher kennen gelernt. Hätte gerne den Menschen kennengelernt, der du ohne Alkohol warst. Du hast so viele Jahre ohne diesen Dämon gelebt. Doch nun hast du den Griff zur Flasche wieder gewagt. Und diesmal hast du den Kampf nicht mehr kämpfen wollen.

Es macht mich traurig, dass du nicht mehr da bist. Dass einfach keine Nachricht von dir kommen wird, keine „Status- Meldung“ mehr auf Whatsapp, auf die wir regieren können. Aber ich bin gleichzeitig so froh, dass du jetzt erlöst bist. Erlöst von der Sucht, erlöst von deinen Schmerzen – hey du feierst jetzt da oben ne mega Party und du lernst deine Enkelkinder kennen. Und so mischt sich in die Trauer auch die Freude mit ein. Wir werden uns wiedersehen. Irgendwann....und bis dahin behalte ich die guten Erinnerung an dich in meinem Herzen und werde hier weiter meinen Auftrag ausführen!

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Du bist genug

Und du darfst wachsen!

von Karin am 03.06.20

DU BIST GENUG!💖

Kennst du das? Du stehst vor einer Aufgabe und du glaubst, diese nicht bewältigen zu können. Du denkst: „Ich kann das nicht!“, „Ich bin nicht gut genug“, „Ich bin zu klein, zu leise, zu unwichtig, zu hässlich,zu...“, „Die anderen werden mich auslachen, mich verachten,...“, „XY kann das viel besser als ich“.

Ja, vielleicht kann Person XY das besser, weil sie die Aufgabe schon einige male gemacht hat und es für dich vielleicht das erste mal ist. DU BIST GENUG!💖

Wenn du weißt, dass das dein Weg ist, dann stell dich deiner Angst! DU BIST GENUG!💖 Wenn Gott dich berufen hat, dann wird er dich begleiten und dich ausstatten. DU BIST GENUG!💖

Er hat dich einzigartig gemacht und mit wunderbaren Gaben beschenkt. Du darfst lernen diese Gaben einzusetzen. Du wirst nicht alles von Anfang an richtig machen- aber dafür mit du in einem Lernprozess. DU BIST GENUG!💖 Und wenn die Angst dich wieder einmal klein machen möchte, dann sage dir: ICH BIN GENUG! Genauso wie ich bin, bin ich gewollt und ich darf wachsen!🌾

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Bloß keine Schwäche zeigen

Es ist ok, wenn du dich schlecht fühlst!

von Karin am 28.05.20

Bloß keine Schwäche zeigen!

Mich macht es traurig, dass es leider immer noch weitverbreitet ist, dass seelische Krankheiten etwas „Schlimmes“ sind. Es gehört einfach nicht in den perfekten Lebenslauf - Depression, Suchterkrankung, Angst, Zwang... Es wird so oft geschwiegen und damit das Leiden noch größer. Die Scham erdrückt die Betroffenen und der Abwärtsstrudel wird noch verstärkt.

Wie leicht ist es doch, wenn man einen Beinbruch hat – es ist etwas sichtbares und nach einigen Wochen wieder verheilt. Und ich glaube, hier liegt einer der Knackpunkte – psychische Erkrankungen sind nicht eindeutig sichtbar. Man kann sie nicht nach Schema F behandeln, es wird individuell geschaut, was gerade dran ist. Und ja, man ist eben einmal nicht 100% leistungsfähig und nicht on top – aber das ist ok in der Situation! Es ist normal, dass es Täler gibt und ja, du kannst dir einen Beinbruch zuziehen oder eben auch Wunden auf deiner Seele haben. Genauso wie du dir das Bein nicht absichtlich gebrochen hast, kannst du auch nichts für deine seelischen Wunden! 🌾

Wenn du dich gerade schlecht fühlst, dann ist das ok! Du musst dich nicht schämen! Du bist nicht Schuld daran! Und du darfst dir Hilfe suchen! Die Wunden dürfen heilen! 💞

Wenn du jemanden kennst, der Hilfe braucht, so möchte ich dich ermutigen, dieser Person beizustehen! Sei ein Wegbegleiter! Unterstütze Sie – denn so kannst du das Schweigen brechen und den Strudel aufhalten!💞

Bild Bloß keine Schwäche zeigen

Ich möchte dir Mut machen!

Gib nicht auf!

von Karin am 24.05.20

Diese Woche habe ich euch einen kleinen Einblick in meine Schwangerschaftszeiten gegeben. Auch wenn sie sehr von Angst, Leid, Hoffen und Bangen geprägt waren: Für diesen beiden Wunder hat es sich alles gelohnt – die Schmerzen, der Kummer, die Tränen. Diese beiden Jungs bereichern mein Leben so unendlich!

Es waren nicht die besten Zeiten, aber ich bin daraus gestärkt hervorgegangen. Meinem Mann und mich haben diese Zeiten noch enger zusammengeschweißt. Auch wenn ich mir immer eine normale Geburt gewünscht hätte und noch mehr eine ganz normale Schwangerschaft – wenn ich in die Augen meiner beiden Kinder schaue, vergesse ich alles! 💖

Ich möchte Dir Mut machen, dass, wenn du vielleicht gerade ein Kind gehen lassen musstest, darum zu trauern. Es ist völlig ok und wichtig! 💖

Ich möchte Dir Mut machen, wenn du dir vielleicht gerade nichts sehnlicher wünschst ein Kind zu bekommen – verliere deine Hoffnung nicht! Man ist so unendlich enttäuscht, wenn die Monatsblutung wieder einsetzt – und du darfst enttäuscht & traurig sein- aber dennoch – gib nicht auf! 💖

Ich möchte Dir Mut machen, wenn Du gerade überfordert bist mit deinen Kindern. Jede Mutter kennt dieses Gefühl & das ist ok, denn du bist auch nur ein Mensch! Du bist & bleibst der wertvollste Mensch im Leben deiner Kinder!

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